November

Montagmorgen. Dichter Nebel liegt über dem Land, der erste Nachtfrost hat seine Spuren hinterlassen, Raureif auf Dächern, zugefrorene Autoscheiben.

Ich bin mit den Hunden unterwegs, das erste Mal mit Handschuhen, der Winter ist da. Wir sind allein im Moor, ich liebe diese Stille und ich mag es so, wie es gerade ist – ruhig, friedlich, zufrieden…

Dann höre ich sie – die Ruhe der Kraniche! Jedesmal wieder verzaubern mich ihre Rufe, ich suche den Himmel nach ihnen ab, aber kann sie nicht finden. Dann plötzlich – genau über mir – ein riesiges V im Nebeldunst, sie leuchten im Schein der gerade aufgehenden Sonne – Verzauberung! Ich schaue ihnen nach und genieße den Moment, bis sie im Nebel verschwinden und ihre Rufe immer leiser werden. Ein kleiner Schwarm folgt ihnen kurz danach, sie wirken noch weißer, die Sonne hat noch mehr Kraft und ich spüre ihre Wärme im Gesicht.

Wir gehen weiter, das gefrorene Laub raschelt unter unseren Füßen und Pfoten – das Leben ist manchmal so wunderschön… der Tag kann beginnen, ich bin verzaubert…

Ich hatte keine Kamera dabei und es war gut so, aber stellvertretend ein Foto aus dem letzten Winter

Bild

2 Kommentare zu “November

  1. Liebe Annett!
    Dein Bericht ist wunderbar…und dein Foto passt sehr gut dazu.
    Es strahlt Ruhe und Frieden aus…
    ….genau,was auch ich in solchen Momenten empfinde.

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